Immer weniger Fasane im Landkreis Osterholz

Sein wissenschaftlicher Name lautet Phasianus Colchicus, er gehört zur Gattung der Hühnervögel und war bereits in der Antike als Ziervogel und wegen seines wohlschmeckenden Fleisches äußerst beliebt. Doch der Anblick von Fasanen wird immer seltener. Auch im Landkreis Osterholz ist der Bestand der Bodenbrüter kontinuierlich zurückgegangen. Die Zählung der Fasanenhähne im Rahmen der Wildtiererfassung in den letzten sechs Jahren zeigt für den Landkreis einen Rückgang von 2,8 Hähnen auf je hundert Hektar auf 2,3 Hähne. Die Zahlen für die Hegeringe 1 (Schwanewede ) und 3 (Neuenkirchen) untermauern diese Tendenz. So wurden 2009 im Hegering 1 noch 2,86 Hähne gezählt. 2013 waren es 1,9, bevor sich der Bestand im letzten Jahr auf 2,46 Hähne pro hundert Hektar stabilisierte. In Neuenkirchen fallen die Zahlen noch deutlicher aus: Von 2,73 Vögeln 2009 fiel der Index 2014 auf 1,16 Fasanenhähne. Da nur wenige verendete erwachsene Tiere gefunden wurden, vermutet man den größten Verlust bei den Jungtieren. Die Fortpflanzungszeit der Fasane beginnt Ende März und ist meist Anfang Juni abgeschlossen. Während erwachsene Tiere hauptsächlich pflanzliche Kost wie Sämereien, Zwiebeln und Wurzeln zu sich nehmen, brauchen die Jungtiere in den ersten vier Wochen viel tierisches Eiweiß, dass sie durch Insekten zu sich nehmen.

Quelle: Weser-Kurier, 29.08.2015
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