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Fischsterben gefährdet Fischereiverein Thur im Kanton St. Gallen

Was in der Thur unterhalb von Bütschwil vor sich geht, klingt wie ein Krimi: Seit gut vier Jahren sterben dort jeweils von Ende Juli bis im September zahlreiche Bachforellen. «Ich schätze, dass wir seither 80 bis 90 Prozent von diesen verloren haben», sagt Markus Brunner. Er ist Hobbyfischer und Präsident des Fischereivereins Thur, der diesen Abschnitt des Flusses vom Kanton St. Gallen gepachtet hat und im Februar sein 125-jähriges Bestehen feiert.

Seit dem Jahr 2000 ist die Zahl der Käfer stark gesunken in der Bundesrepublik

Das Insektensterben in der Bundesrepublik hat besorgniserregende Ausmaße erreicht. „Eine aktuelle Studie bestätigt den Rückgang der Biomasse fliegender Insekten um 75 Prozent“, sagt der Greifswalder Zoologieprofessor Michael Schmitt. Es betrifft nicht nur die Bienen, über die in jüngster Zeit viel diskutiert wurde, sondern auch viele andere Arten. In den Jahren 1990 bis 2017 sind 63 Arten und zehn Unterarten der Blatt- und Samenkäfer wahrscheinlich in Mitteleuropa ausgestorben. Denn es gibt keine Nachrichten über ihr Auftreten in der Datenbank CryFaun mehr.

Kaum Fische in Ostschweizer Gewässern

Der Fischfang im Linthkanal, am Zürichsee und im Walensee geht immer weiter zurück. Seit Beginn der Aufzeichnung vor fast 80 Jahren sind noch nie so wenige Fische gefangen worden. Der Jahresbericht der Fischereikommission für den Zürichsee, Linthkanal und Walensee 2017 zeichnet ein düsteres Bild. Im vergangenen Jahr gingen die Fischfänge im Zürichsee und Zürich-Obersee weiter zurück und lagen um rund zehn Prozent tiefer als im bereits schlechten Vorjahr. Egli gingen so wenige ins Netz wie letztmals vor über 30 Jahren und auch der Rückgang beim Felchenfang war deutlich.

Neue EU-Agrarpolitik: Rückschritt statt Aufbruch

Die Wissenschaftlichen Beiräte für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen Verbraucherschutz (WBAE) sowie für Biodiversität und Genetische Ressourcen übergaben zwei dicke Gutachten an
Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU). Allein das Papier der 19 Top-Agrarexperten hat 93 Seiten. Doch auf Klöckners Wunsch hin geschieht das hinter verschlossenen Türen und ohne Kameras. Die Gutachten der Beiräte bergen Sprengstoff. Es geht um die Verteilung der 365 Milliarden Euro, mit denen Europas Steuerzahler die Landwirtschaft künftig unterstützen sollen.

Massiver Rückgang bei Wiesenvögeln in Tirol

Das Zwitschern auf Tirols Äckern und Wiesen wird immer leiser: Und das liegt am massiven Rückgang zahlreicher Vogelarten, schlagen Biologen Alarm. Betroffen seien vor allem jene gefiederten Freunde, die im Kulturland leben. „In diesem Bereich verzeichnen wir einen Rückgang von etwa 40 Prozent in den vergangenen 20 Jahren“, sagt Katharina Bergmüller von der „Tirol-Filiale“ der Vogelschutzorganisation Birdlife.

Zahl der Gartenvögel nimmt ab

Seit 14 Jahren ruft der NABU inzwischen Anfang Mai zu Vogelzählaktionen auf. In diesem Jahr waren die Menschen bundesweit von Vater- bis Muttertag dazu aufgerufen, die Vögel im heimischen Garten zu zählen. Bis zum vergangenen Montag konnten die Teilnehmer die Ergebnisse melden. Während sich die Veranstalter über die rege Beteiligung freuen - 53.000 Vogelfreunde haben sich zurückgemeldet - finden sie die Ergebnisse besorgniserregend. Denn unter den Top 15 der Gartenvögel weisen sieben Arten so geringe Zahlen auf wie noch nie.

90 Prozent der deutschen Gewässer sind durch Schadstoffe belastet

Laut Umweltverband BUND sind mehr als 90 Prozent der deutschen Gewässer durch Schadstoffe und weitere Faktoren belastet. Vor allem Dünger und Pestizide stören die Umweltschützer. Die meisten Flüsse und Seen in Deutschland sind nach Einschätzung von Umweltschützern in einem schlechten Zustand. Insgesamt seien neun von zehn Gewässern durch Schadstoffe und Baumaßnahmen belastet, heißt es in einem Bericht vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND).

Viele märkische Wiesenvögel vom Aussterben bedroht

Die Naturwacht Brandenburg warnt vor einem Schwund bei den heimischen Vögeln. Dieser Rückgang erfasst nach Recherchen der Initiative immer mehr Arten. Die so genannten "Ranger" der Naturwacht, 92 derzeit, sind im ganzen Land an Flüssen und Seen sowie in Wäldern unterwegs. Dort bauen sie unter anderem Nisthilfen, messen Wasserpegel, errichten Fledermausquartiere oder pflegen Streuobstwiesen.