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Das Glühwürmchen wird seltener

Zwei Sorten Leuchtkäfer sind in der Schweiz verbreitet: Beim Grossen Leuchtkäfer (Lampyris noctiluca) leuchten nur die flügellosen Weibchen, beim Kleinen Leuchtkäfer (Lamprohiza splendidula) glitzern auch die fliegenden Männchen. Das bezaubernde Leuchten ist allerdings nicht mehr sehr häufig zu beobachten: Auch die Leuchtkäfer sind vom allgemeinen Insektensterben betroffen. Um darauf hinzuweisen, hat Pro Natura sie zum Tier des Jahres 2019 ernannt.

Der Konsum von biologischen Lebensmitteln steht mit einem geringeren Risiko für Krebs in Verbindung

Eine neue Studie der angesehensten französischen medizinischen und landwirtschaftlichen Forschungsinstitutionen fand unter Leitung der Universität Sorbonne in Paris, Frankreich, heraus, dass der Konsum von biologischen Lebensmitteln mit einem geringeren Risiko für Krebs in Verbindung steht. Joanna Lewis, Leiterin für Politik bei der Soil Association, sagte: „Diese Studie meint, dass in der Krebsprävention größere Aufmerksamkeit darauf verwendet werden sollte, biologische Lebensmittel weitverbreiteter verfügbar zu machen, damit die Belastung durch Pestizide verringert wird.“

Felchen-Mangel: Kein Laichfischfang - im Bodensee aktuell zu wenig laichreife Felchen

Versuchsfänge haben gezeigt, dass es im Bodensee aktuell zu wenig laichreife Felchen gibt. Erstmals seit 1964 müssen die Fischer darauf verzichten, den Laich zu befruchten, um im Frühling die Zahl der jungen Fische zu erhöhen. So läuft es üblicherweise: Die Berufsfischer fahren im Dezember auf den See, fangen laichreife Fische, gewinnen den Laich, führen die Befruchtung durch und liefern die befruchteten Eier bei den Brutanstalten ab.

Pestizide sind Hauptursache des Insektensterbens

Auf Einladung des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) referierte der Insektenforscher Thomas Hörren vom Entomologischen Verein Krefeld (EVK) im Möllner Quellenhof vor 90 Besuchern über deren bahnbrechende Studie zum Thema “Rückgang der Insekten-Biodiversität”. An zahlreichen Standorten ausschließlich in Schutzgebieten hatte der EVK 27 Jahre lang die Insektenfauna untersucht. Aufgrund des enormer Datenbestand und der wissenschaftlichen Methodik waren die Entomologen in der Lage, nicht nur den schleichenden Verlust an Arten, sondern auch an Insekten-Biomasse zu dokumentieren.

Chlorpyrifos: Zulassungsstudie verschwieg offenbar potenzielle Gesundheitsgefahren

Umstrittenes Pestizid: Bei der Zulassung des umstrittenen Pflanzenschutzmittels Chlorpyrifos sind offenbar gravierende Fehler passiert. Denn wie sich nun herausstellt, haben die Behörden für ihr Bewertungsverfahren eine fragwürdige Studie akzeptiert. Die von der Industrie finanzierte Untersuchung wies bei dem Mittel demnach deutliche Effekte auf die Gehirnentwicklung von ungeborenen Ratten nach - verschwieg dieses Ergebnis jedoch. Dies stellt nach Ansicht der Forscher nun die grundsätzliche Sicherheit des europäischen Zulassungsverfahrens in Frage.

Fischsterben gefährdet Fischereiverein Thur im Kanton St. Gallen

Was in der Thur unterhalb von Bütschwil vor sich geht, klingt wie ein Krimi: Seit gut vier Jahren sterben dort jeweils von Ende Juli bis im September zahlreiche Bachforellen. «Ich schätze, dass wir seither 80 bis 90 Prozent von diesen verloren haben», sagt Markus Brunner. Er ist Hobbyfischer und Präsident des Fischereivereins Thur, der diesen Abschnitt des Flusses vom Kanton St. Gallen gepachtet hat und im Februar sein 125-jähriges Bestehen feiert.

Seit dem Jahr 2000 ist die Zahl der Käfer stark gesunken in der Bundesrepublik

Das Insektensterben in der Bundesrepublik hat besorgniserregende Ausmaße erreicht. „Eine aktuelle Studie bestätigt den Rückgang der Biomasse fliegender Insekten um 75 Prozent“, sagt der Greifswalder Zoologieprofessor Michael Schmitt. Es betrifft nicht nur die Bienen, über die in jüngster Zeit viel diskutiert wurde, sondern auch viele andere Arten. In den Jahren 1990 bis 2017 sind 63 Arten und zehn Unterarten der Blatt- und Samenkäfer wahrscheinlich in Mitteleuropa ausgestorben. Denn es gibt keine Nachrichten über ihr Auftreten in der Datenbank CryFaun mehr.

Kaum Fische in Ostschweizer Gewässern

Der Fischfang im Linthkanal, am Zürichsee und im Walensee geht immer weiter zurück. Seit Beginn der Aufzeichnung vor fast 80 Jahren sind noch nie so wenige Fische gefangen worden. Der Jahresbericht der Fischereikommission für den Zürichsee, Linthkanal und Walensee 2017 zeichnet ein düsteres Bild. Im vergangenen Jahr gingen die Fischfänge im Zürichsee und Zürich-Obersee weiter zurück und lagen um rund zehn Prozent tiefer als im bereits schlechten Vorjahr. Egli gingen so wenige ins Netz wie letztmals vor über 30 Jahren und auch der Rückgang beim Felchenfang war deutlich.