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Der Rückgang der Schildkröten ist in Süßgewässern besonders dramatisch

Schildkröten gab es schon vor den Dinosauriern, und die Schildkröten haben diese nicht nur überlebt, sondern über Jahrmillionen eine üppige Artenvielfalt herausgebildet. Sie haben bewiesen, dass sie extrem anpassungsfähig sind. Außer in der Antarktis ist diese Tiergattung auf jedem Kontinent und in nahezu allen Lebensräumen zu finden. Doch die Populationen sind höchst gefährdet, und der Rückgang natürlicher Bestände ist gerade in Süßgewässern wie Seen, Flüssen und Sümpfen dramatisch.

Sorge um Zugvögel und Amphibien

Auf zahlreiche Aktivitäten zugunsten des Natur- und Landschaftsschutzes blickte die BUND-Ortsgruppe Waldshut-Tiengen in ihrer Hauptversammlung zurück. Zuletzt wurden eine Pflanzaktion mit 32 Obstbäumen und zwei gut besuchte Schnittkurse veranstaltet. Auf dem Aarberg wurden eine Amphibien-Infotafel an einem Laichgewässer und ein Amphibienzaun aufgestellt und eine Zählung durchgeführt. Dabei wurde ein starker Rückgang bei den Amphibien festgestellt. Auch bei den Zugvögeln war ein starker Rückgang zu beobachten.

Bereits Spuren von Insektiziden machen Wespen geruchsblind

Biologen der Universität Regensburg untersuchten in einer Studie die Wirkung des Insektizids Imidacloprid auf parasitische Wespen, die andere Insekten parasitieren und so quasi als natürliche Schädlingsbekämpfer dienen. Sie fanden heraus, dass selbst geringste Mengen des Wirkstoffes die Wahrnehmung von chemischen Signalen bei den Insekten stören, so dass sie nicht mehr in der Lage sind, Paarungspartner und Wirte für die Eiablage zu finden.

Rot- und Gelbbauchunke, Laub- und Moorfrosch sind gefährdet

Gelbbauchunke und Wechselkröte sind in Niedersachsen vom Aussterben bedroht, gut die Hälfte der 19 Amphibienarten sowie fünf von sieben Reptilien sind gefährdet. Dieses verheerende Bild zeichnet die „Rote Liste“, die der NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) jetzt veröffentlicht hat. Auch in und um Lüneburg beklagen Naturschützer einen zunehmenden Rückgang der Artenvielfalt. „Ich möchte wirklich nicht immer nur negative Nachrichten verbreiten“, sagt Thomas Mitschke vom Nabu Lüneburg.

Mehr als die Hälfte der Schildkrötenarten weltweit sind akut vom Aussterben bedroht

Reptilien existieren seit mehr als 300 Millionen Jahren. Jetzt allerdings müssen sie um ihr Überleben kämpfen: Jedes fünfte Reptil auf der Erde ist inzwischen vom Aussterben bedroht, das zeigt eine erste umfassende Analyse ihres Bedrohungsstatus durch mehr als 200 Forscher im Auftrag der International Union for Conservation of Nature (IUCN). Am stärksten betroffen sind dabei Wasserschildkröten und andere im Ozean oder Süßwasser lebende Reptilienarten, wie die Forscher im Fachmagazin "Biological Conservation" berichten.

Das massive globale Insektensterben nimmt (nicht nur) Schwalben, Mauerseglern und Fledermäusen die Nahrungsgrundlage

Die aktuelle NABU-Zählaktion „Stunde der Wintervögel im Winter 2016/2017", ergab: Durchschnittlich 17 Prozent weniger Tiere als in den Jahren zuvor. Vor allem bei häufigen Wintervögeln und Futterhausbesuchern, darunter unter anderem allen Meisenarten, wurden die niedrigsten Zahlen seit Beginn der Aktion 2011 verzeichnet. Dieser Trend gilt zwar bundesweit, aber der Vogelmangel im Südwesten Deutschlands ist ausgeprägter als im Norden und Osten. Fast die Hälfte aller Brutvögel in Deutschland stehen auf der Roten Liste, viele weitere Vogelarten auf der Vorwarnliste.

WissenschafterInnen entdecken Zusammenhang von Pestiziden und Infektionskrankheiten

Der Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft und dessen Auswirkungen auf die Honigbiene sind seit Jahren ein umstrittenes Thema in Politik und Forschung. ZoologInnen der Karl-Franzens-Universität Graz haben nun herausgefunden, dass auch nicht-tödliche Dosen von Pflanzenschutzmitteln fatale Folgen für mit Amerikanische Faulbrut infizierte Larven haben. Die Ergebnisse wurden dieser Tage im Fachmagazin Scientific Reports publiziert.

Störche sind im Landkreis Nordwestmecklenburg stark gefährdet

Immer weniger Weißstörche (Ciconia ciconia) brüten im Landkreis Nordwestmecklenburg. Gerade einmal 27 Paare wurden im vergangenen Jahr von den aktiven Weißstorchschützern des Naturschutzbundes (Nabu) gezählt. 1996 waren es noch 95 Paare. Die Schuld an dem Rückgang geben die Naturschützer der veränderten Kulturlandschaft in Mecklenburg-Vorpommern. Hecken und blütenreiche Ackerrandstreifen suche man mittlerweile vergebens. Feuchtwiesen werden entwässert und als artenarme, intensiv genutzte Grünländer genutzt.

Kautablette für Hunde gegen Flöhe und Zecken – dauerhafte Giftbelastung des Hundes garantiert!

Bravecto mit dem Wirkstoff Fluralaner der Firma Intervet Deutschland GmbH, einem Unternehmen der MSD Tiergesundheit, tötet Flöhe (Ctenocephalides felis) und Zecken (Ixodes ricinus, Dermacentor reticulatus, D. variabilis) sofort und anhaltend über 12 Wochen; die braune Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus) sofort und anhaltend über 8 Wochen. Zwecks optimaler Flohkontrolle sollte die Behandlung daher alle 3 Monate erfolgen. Fluralaner besitzt eine Affinität zu sogenannten GABA(γ-Aminobuttersäure)- und Glutamat-Rezeptoren.

Entwicklung der Kiebitzbestände in Nordrhein-Westfalen von 1850 bis 2014

Die Bestandsentwicklung des Kiebitzes ist in Nordrhein-Westfalen stark rückläufig. Schätzungsweise hat der Kiebitz (Vanellus vanellus) seit den 1960er Jahren 80 % des Bestandes eingebüßt, gesichert sind Verluste von 40 % zwischen 2009 und 2014, so dass der aktuelle Brutbestand nur noch ca. 12.000 Paare umfasst. Regionen in Höhen von mehr als 150 m ü. NN sind mittlerweile fast vollständig vom Kiebitz geräumt worden. Der Hauptgrund für die starken Rückgänge ist in der Intensivierung der landwirtschaftlichen Produktion zu sehen.