Akkervogels

Bundesamt warnt: Agrarwende muss Vögel und Insekten retten

Die Lage für Vögel, Insekten, Pflanzen und ganze Lebensräume in Agrarlandschaften verschlechtert sich einem Bericht des Bundesamts für Naturschutz zufolge dramatisch. „Praktisch alle Tier- und Pflanzengruppen in der Agrarlandschaft sind von einem eklatanten Schwund betroffen”, teilte die Präsidentin des Bundesamts, Beate Jessel, in Berlin mit. Die Entwicklung sei „alarmierend”, es brauche dringend eine Kehrtwende in der Agrarpolitik.

Thüringens Artenvielfalt ist am Schwinden - Mehr als ein Drittel der Arten kämpft ums überleben

Die Gesamtgefährdung aller Arten im Freistaat liegt bei über 40 %. Zur Thüringenfauna zählen derzeit zum Beispiel 127 Arten von Tagfaltern. Davon gelten circa 50% als gefährdet. Die Hälfte aller wirbellosen Tiere weist einen ähnlich schlechten Zustand auf. Ungefähr 17.000 der Thüringer Arten sind so gut untersucht, dass ihr Gefährdungszustand in Thüringen bekannt ist. Dieser Zustand ist in den aktuellen Roten Listen für den Freistaat Thüringen veröffentlicht.

In Salzburg ist das Braunkehlchen akut bedroht

Das Braunkehlchen (Saxicola rubetra) galt einst als Charaktervogel und häufiger Brutvogel in der artenreichen Kulturlandschaft der Niederungen und Hügelländer des Alpenvorlandes bis in die Bergmähwiesen der Alpen. Heute ist es ein selten gewordener Zaungast. Das Braunkehlchen hat die ehemalig gut besetzten Brutgebiete weitgehend geräumt und sich auf kleine Restvorkommen zurückgezogen. Schätzungen aus dem Jahr 2004 zeigen einen österreichweiten Bestand von etwa 5.500 Brutpaaren. Inzwischen sind es nur noch 950 bis 1.500 Brutpaare. Das entspricht einer Abnahme von 75 bis 80 Prozent.

Viele Arten kämpfen ums Überleben

Der 22. Mai war der Internationale Tag der biologischen Vielfalt – doch nach wie vor verschwinden viele Arten. Das von der Europäischen Union gesetzte Ziel, diese Entwicklung bis spätestens 2020 zu stoppen, wurde bislang nicht erreicht: „Es ist eher davon auszugehen, dass wir viele weitere Arten, Lebensräume und genetische Vielfalt bis zum Ende dieser Dekade verlieren werden“, sagt Gernot Segelbacher, Professor für Wildtierökologie und Wildtiermanagement der Fakultät für Umwelt und Natürliche Ressourcen an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.

Gebrek aan insecten was de doodsteek voor de korhoenders van de Holterberg

De Holterberg en korhoenders (Lyrurus tetrix, vaak ook Tetrao tetrix), ooit hoorden ze bij elkaar als Jip bij Janneke. Maar de tijd dat de vogels hier massaal voorkwamen ligt ver achter ons. De vogels werden steeds verder terug gedrongen naar uiteindelijk de heidevelden in het midden van de heuvel. Nadat veertig jaar geleden het hoen verdwenen was uit het nabij gelegen Wierdense Veld en de Borkeld ging het ook op de Holterberg bergafwaarts. De kleine restpopulatie kon het op eigen kracht niet redden. De kuikens voeden zich in de eerste twee weken van hun leven met ongewervelden.

De zomertortel verdwijnt als broedvogel uit Nederland

Midden jaren zeventig werd de broedpopulatie van de zomertortel (Streptopelia turtur) geschat op 35.000 to 50.000 paar en kwam de soort nog bijna overal in Nederland voor. Eind jaren negentig was de broedpopulatie sterk ingezakt, naar 10.000 tot 12.000 paar. In de periode 2008-11 broedden nog maar 5.000 paar in ons land. Veldwerk dat in 2013-15 voor de nieuwe Vogelatlas van Sovon Vogelonderzoek Nederland is uitgevoerd toont een nog schrijnender beeld. Het zou zomaar kunnen dat we niet veel verder komen dan hooguit 2.000 broedpaar.

Die stetige Intensivierung der Agrarwirtschaft muss ein Ende haben

Zur heutigen Vorstellung der Roten Liste gefährdeter Biotope durch Umweltministerin Hendricks erklärt Steffi Lemke, Sprecherin für Naturschutz: Der Bericht ist ein Desaster für die Bundesregierung. Wenn Weiden und Wiesen in ihrem ökologischen Gleichgewicht derart bedroht sind, wirft das auch ein schlechtes Licht auf die Umweltministerin. Dass fast zwei Drittel der Lebensräume in Gefahr sind, hat weitreichende Folgen für die Artenvielfalt. Drei von vier hier heimischen Vögeln sind gefährdet. 35 Prozent der Ackerwildkräuter und 39 Wildbienenarten sind ausgestorben.

Gesamtmenge der ausgebrachten Pflanzenschutzmittel stieg zwischen 2009 und 2015 auf 34.700 Tonnen

Der Vogelbestand schwindet, die Bienen sterben, kaum Summen und Zwitschern, der Frühling bleibt stumm. Berichte dieses Tenors hat es in den vergangenen Wochen viele gegeben. Der Rückgang der Insekten und Vögel ist eng mit landwirtschaftlichen Monokulturen und dem Einsatz von Pestiziden aller Art verknüpft. Das Umweltbundesamt kommt in einer Stellungnahme aus diesem Frühjahr zu dem Ergebnis, dass das Ausbringen der Mittel „zahlreiche Risiken für die Umwelt einschließlich der biologischen Vielfalt“ berge. Die Biodiversität in der Agrarlandschaft nehme weiter ab.

Noch weniger Vögel in der Agrarlandschaft von Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommerns offener Landschaft gibt es immer weniger Vögel. Darauf hat der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) nach der diesjährigen Zählaktion „Stunde der Gartenvögel“ hingewiesen. „Während sich bei den Vögeln unserer Dörfer und Städte über die Jahre Zu- und Abnahmen die Waage halten, gibt es auf den Wiesen und Feldern fast nur Verlierer“, sagte der Nabu-Landesvorsitzende Stefan Schwill am Donnerstag in Schwerin.

Deutsche Wiesen und Weiden sind in Gefahr

Wiesen und Weiden in Deutschland sind zunehmend bedroht. Das geht aus Informationen des Bundesamts für Naturschutz (BfN) hervor, die Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) am Mittwoch vorstellte. Demnach besteht für knapp zwei Drittel der 863 in Deutschland vorkommenden Lebensraum-Arten eine "angespannte Gefährdungslage", verursacht unter anderem durch intensive Landwirtschaft.