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Dramatischer Rückgang der Auerhuhnpopulation im Schwarzwald

Das Auerhuhn (Tetrao urogallus) gilt als Indikator artenreicher, lichter, von Nadelbäumen dominierter Wälder und besiedelt weltweit noch ein großes Areal. In West- und Mitteleuropa sind allerdings viele Verbreitungsgebiete isoliert und meist auf (Mittel-) Gebirgszüge begrenzt, viele Populationen sind bereits verschwunden oder stark zurückgegangen. Im Schwarzwald, Südwest-Deutschland, wurde die Auerhuhn-Population erstmals 1971 mittels flächendeckender Balzplatzzählungen geschätzt. Seit 1983 wurden diese Zählungen jährlich durchgeführt und dokumentiert.

Das Insektensterben ist global

Das Verhältnis von Insekten und Landwirtschaft ist ein durchaus ambivalentes. Auf der einen Seite sind sie als Schädlinge für Ernteausfälle verantwortlich. Vor allem in den tropischen Ländern können sie bis zu 40 Prozent der Ernten vernichten. Sie werden deswegen von der Agrarwirtschaft intensiv bekämpft: Weltweit hat sich der Verbrauch von Pestiziden seit 1950 um das 50fache erhöht. Auf der anderen Seite ist Landwirtschaft ohne Insekten kaum denkbar. Sie sind unerlässlich für die Bodenqualität, indem sie Dung und abgestorbenes Material zersetzen.

Die Forelle gibts schon seit Urzeiten – nun ist sie gefährdet

Der Schweizerische Fischereiverband kürt die Forelle zum Fisch des Jahres 2020. Er wolle damit darauf aufmerksam machen, dass der «beliebteste Fisch der Schweiz» bedroht sei. Die Gründe dafür und weitere spannende Fakten zur Ur-Schweizerin gibt’s hier.

Ein Ur-Fisch. Die Forelle gehört zu den Lachsfischen, deren erste Vertreter bereits zu Zeiten der Dinosaurier in den europäischen Flüssen unterwegs waren.

ZDF berichtet über Bayer, Bauern und die Bienen

In der Landwirtschaft sind Insektengifte weit verbreitet. Manche Substanzen wie die Neonicotinoide töten allerdings nicht nur Schädlinge, sondern schädigen auch Bienen. Das ZDF hat bei Recherchen nach eigenen Angaben ermittelt, dass manche Giftstoffe längst hätten verboten werden müssen. Am Mittwoch, 30. Oktober 2019, berichtete „ZDFzoom“ ab 22.45 Uhr über „BAYER, Bauern und die Bienen - Ein Konzern unter Druck“.

Insektensterben und Artenschwund: Das sagt die chemische Industrie

Laut Industrieverband Agrar (IVA) hat das Insektensterben viele Gründe. Problematisch sei, dass es in der heutigen Landschaft weniger Ruderalstandorte gebe, weniger extensive Wiesen und Weiden, weniger Blütenpflanzen, weniger Feuchtgebiete, Hecken, Feldränder und Rohböden.

Auch in einer intensiven Landwirtschaft gebe es viele Möglichkeiten, die Artenvielfalt zu erhöhen. Dazu brauche es Nahrungs- und Nisthabitate, erprobte Hilfen, wie Lerchenfenster, oder größere Abstände bei Saatreihen auf Teilflächen im Getreide. Vor allem aber seien die Hilfen zu planen und zu managen.

Münchener Studie bestätigt starkes Insektensterben in Deutschland

Die Langzeitstudie des Entomologischen Vereins Krefeld war im Oktober 2017 wie eine Bombe eingeschlagen: Innerhalb von dreißig Jahren sei die Anzahl der Fluginsekten in Deutschland um drei Viertel zurückgegangen. Nun bestätigt ein Forscherteam um Sebastian Seibold und Wolfgang Weisser, die an der Technischen Universität München terrestrische Ökologie lehren, diesen Insekten-Schwund. Sie veröffentlichten ihre Ergebnisse am 30. Oktober in der Fachzeitschrift Nature.

Frankreich: Forscher finden Neonikotinoide im Rapsnektar

Forscher haben im Nektar von Raps Rückstände von Neonikotinoiden gefunden. Es verdichteten sich die Hinweise, dass sich die Mittel lange in der Umwelt halten und auch weiträumig verbreiten können. Der Nektar von Raps kann offenbar weiterhin mit neonikotinoiden Wirkstoffen belastet sein, auch wenn für diese Kultur seit 2013 ein Anwendungsverbot gilt.

Bayer, Bauern und die Bienen: "ZDFzoom" über Insektizide

In der Landwirtschaft sind Insektengifte nicht immer zu vermeiden. Manche Substanzen wie die Neonicotinoide beseitigen allerdings nicht nur Schädlinge, sondern schädigen auch Bienen. Der Bayer-Konzern, einer der Hersteller, gerät unter Druck: "ZDFzoom"-Recherchen haben ergeben, dass manche Giftstoffe längst hätten verboten werden müssen. Auch die Übernahme von Monsanto und Schadenersatzklagen in Sachen Glyphosat haben dem Konzern zugesetzt. Am Mittwoch, 30. Oktober 2019, 22.45 Uhr, berichtet "ZDFzoom" über "BAYER, Bauern und die Bienen - Ein Konzern unter Druck". Bereits am Sonntag, 27.

Europaparlament: Bienenleitlinie endlich umsetzen

Das europäische Parlament hat die EU-Kommission heute aufgefordert, die Leitlinie zum Schutz der Bienen vor Pestiziden von 2013 endlich vollständig umzusetzen. Die Änderungspläne, an denen die EU-Kommission aktuell arbeite, blieben hinter dem ursprünglichen Standard zurück, kritisierte der grüne Europaabgeordnete Martin Häusling. Naturschützer warfen der EU-Kommission vor, dem Druck der Industrie nachgegeben zu haben.

Bioschutz statt Ackergift: "planet e." und "ZDFzoom" über Insektizide

Hätte das Bienen- und Insektensterben der vergangenen zehn Jahre viel früher verhindert werden können? Wurde zu spät dem Verdacht nachgegangen, dass giftige Insektizide wie die Neonicotinoide massiv zum Insektensterben beitragen? Die ZDF-Umweltsendung "planet e." und die investigative Doku-Reihe "ZDFzoom" suchen gemeinsam, aber aus zwei unterschiedlichen Richtungen nach Antworten: "planet e." beleuchtet zunächst am Sonntag, 27. Oktober 2019, 15.00 Uhr, in "Bioschutz statt Ackergift", wie biologischen Pflanzenschutzmittel einen Verzicht auf giftige Insektizide möglich machen.