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Viele bayerische Flüsse und Bäche bedroht

Nur rund 15 Prozent der Flüsse und Bäche in Bayern sind in einem guten bis sehr guten ökologischen Zustand. Das bedeutet: Hier gedeihen Wasserpflanzen, Fische, aber auch Insektenlarven. 85 Prozent dagegen bekommen die Bewertung: mäßig, unbefriedigend bis schlecht. Die Einteilung in die unterschiedlichen Kategorien gilt EU-weit. Die Zahlen aus Bayern entstammen der Broschüre "Gewässer in Bayern" aus dem Jahr 2017, auf sie hat sich auf BR-Nachfrage heute das Bayerische Landesamt für Umwelt berufen.

Berufsfischer beklagen Rückgang bei Felchen

Einen deutlichen Einbruch bei den Fängen bilanzieren die 26 Berufsfischer von der Insel Reichenau und der Höri fürs Jahr 2017. Besonders stark zurückgegangen ist die Zahl bei den in der Gastronomie beliebten Felchen, der wirtschaftlich wichtigsten Fischart, die dennoch 54,2 Prozent des Fangs ausmachte. 98 329 Kilogramm Fisch habe man gefangen, berichtete Werner Keller, der zweite Vorsitzende des Fischereivereins Untersee und Rhein, bei der Hauptversammlung im Hotel-Restaurant Mohren. Das waren 36 553 Kilo weniger (minus 27,1 Prozent) als im Jahr 2016.

Hemmung der Abbau-Enzyme verstärkt die toxische Wirkung von Neonicotinoiden

Die als Insektenbekämpfungsmittel eingesetzten Neonicotinoide sind für Bienen schädlich – so viel scheint klar. Doch einige Mittel aus dieser Substanzklasse wirken viel toxischer als andere. Warum das so ist, haben nun Forscher aufgeklärt. Demnach sind die Insektizide besonders schädlich, die zusätzlich zu ihrer Giftwirkung auch bestimmte Abwehrenzyme der Bienen hemmen. Dadurch können die Insekten das Gift nicht mehr abbauen, bevor es Schaden anrichtet.

Die Fortsetzung des stummen Frühlings

Die Biologin Rachel Carson begann ihr berühmt gewordenes Buch einst mit einem Zukunftsmärchen. Sie schildert eine Stadt inmitten blühender Obstgärten. Entlang der Straßen entzücken Schneeballsträucher, hohe Farne und wilde Blumen das Auge. Die Vogelwelt ist artenreich, in den Bächen tummeln sich Fische. Doch dann rafft eine seltsame, schleichende Seuche Mensch und Tier dahin. Bäume und Blüten verkümmern. Die wenigen, noch übrig gebliebenen Vögel zittern und können nicht mehr singen. Es sei ein „stummer Frühling“, gewesen, schreibt sie in ihrem gleichnamigen, 1962 erschienenen Buch.

Das Verschwinden der Grasfrösche

Der zu den Braunfröschen gehörende Grasfrosch (Rana temporaria) galt früher als „Allerweltsart“. Bis ins 20. Jahrhundert hinein landete er bevorzugt in der Fastenzeit hin- und wieder auf heimischen Tellern. Er ist fast überall in Deutschland anzutreffen. Dennoch sind auch bei dieser häufig vorkommenden Amphibienart in den letzten Jahren sehr starke Bestandsrückgänge festzustellen. In bestimmten Regionen ist er bereits ganz verschwunden, sodass er in Rheinland-Pfalz auf der Vorwarnliste der gefährdeten Arten aufgeführt ist. Die Tiere ernähren sich von Insekten, Würmern, Nacktschnecken etc.

EFSA bestätigt das Risiko von Pestiziden für Insekten

Nach dem Glyphosat-Streit müssen sich Union und SPD wieder über Regeln für den Einsatz von Chemie auf dem Feld einigen. Am Mittwoch hat die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit, Efsa, die Gefahr von drei Insektenvernichtungsmitteln für Bienen bestätigt. Voraussichtlich werden die Mitgliedstaaten der EU nun am 22. März über ein Verbot der Stoffe im Freiland abstimmen.

Staatssekretär Andre Baumann warnt in Schabenhausen vor den Folgen des Insektensterbens

Die Eröffnung der Wanderaustellung „Blühender Naturpark Südschwarzwald“ war sehr gut besucht. Überaus informativ und nachdenklich stimmend verlief der Abend in Weißers Floraparadies. Im Mittelpunkt des Abends stand neben der Ausstellungseröffnung ein Vortrag von Andre Baumann, Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft. Der stellte unter dem Leitmotiv „Wir müssen erhalten, was uns erhält“ die Naturschutzstrategie 2020 in Baden Württemberg vor. Baumann bezeichnete diese als deutschlandweit bestes Programm für den Arten- und Naturschutz.

In Sachsen stehen aktuell 1275 Insektenarten auf der Roten Liste, von denen 98 bereits ausgestorben und 122 vom Aussterben bedroht sind

In Sachsen verschwinden immer mehr Insekten - und damit die Bestäuber unserer Kulturpflanzen und die Nahrungsgrundlage vieler Tiere. Die Situation ist so prekär, dass Grüne und Linke von der Staatsregierung ein aktives Gegensteuern verlangen. Am Freitag schildert ein Insekten-Experte dem Umweltausschuss des Landtages, was dringend zu tun ist.

Studie enthüllt: Unser IQ fällt rasant ab - Ärzte schlagen Alarm

Die Menschen in den Industrieländern werden immer dümmer – das ergab jetzt eine besorgniserregende Studie britischer Forscher. Angeblich soll das Team um den englischen Forscher Edward Dutton herausgefunden haben, dass der IQ in vielen westlichen Nationen alle zehn Jahre um etwa zwei Punkte gesunken ist. Für ihr Ergebnis haben Dutton & Co. die Daten von skandinavischen Soldaten untersucht, die bei der Einstellung in den Militärdienst einen Intelligenztest absolvieren mussten.

Insektensterben: Auch häufige Arten werden selten

Senckenberg-Wissenschaftler konnten gemeinsam mit Kollegen der Technischen Universität München nachweisen, dass derzeit weit verbreiteten Insekten zukünftig ein hoher Artenverlust droht. Als Gründe für den Rückgang dieser „Generalisten“ nennt das Forscherteam eine Verinselung von Lebensräumen sowie die Intensivierung der Landwirtschaft. Auch die genetische Diversität der untersuchten Schmetterlingsarten wird laut der heute im Fachjournal „Biological Conservation“ veröffentlichten Studie zukünftig stark abnehmen – die Insekten reagieren in Folge sensibler auf Umweltveränderungen.