Deutsch

Deutsch

Kaum Fische in Ostschweizer Gewässern

Der Fischfang im Linthkanal, am Zürichsee und im Walensee geht immer weiter zurück. Seit Beginn der Aufzeichnung vor fast 80 Jahren sind noch nie so wenige Fische gefangen worden. Der Jahresbericht der Fischereikommission für den Zürichsee, Linthkanal und Walensee 2017 zeichnet ein düsteres Bild. Im vergangenen Jahr gingen die Fischfänge im Zürichsee und Zürich-Obersee weiter zurück und lagen um rund zehn Prozent tiefer als im bereits schlechten Vorjahr. Egli gingen so wenige ins Netz wie letztmals vor über 30 Jahren und auch der Rückgang beim Felchenfang war deutlich.

Neue EU-Agrarpolitik: Rückschritt statt Aufbruch

Die Wissenschaftlichen Beiräte für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen Verbraucherschutz (WBAE) sowie für Biodiversität und Genetische Ressourcen übergaben zwei dicke Gutachten an
Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU). Allein das Papier der 19 Top-Agrarexperten hat 93 Seiten. Doch auf Klöckners Wunsch hin geschieht das hinter verschlossenen Türen und ohne Kameras. Die Gutachten der Beiräte bergen Sprengstoff. Es geht um die Verteilung der 365 Milliarden Euro, mit denen Europas Steuerzahler die Landwirtschaft künftig unterstützen sollen.

Massiver Rückgang bei Wiesenvögeln in Tirol

Das Zwitschern auf Tirols Äckern und Wiesen wird immer leiser: Und das liegt am massiven Rückgang zahlreicher Vogelarten, schlagen Biologen Alarm. Betroffen seien vor allem jene gefiederten Freunde, die im Kulturland leben. „In diesem Bereich verzeichnen wir einen Rückgang von etwa 40 Prozent in den vergangenen 20 Jahren“, sagt Katharina Bergmüller von der „Tirol-Filiale“ der Vogelschutzorganisation Birdlife.

Zahl der Gartenvögel nimmt ab

Seit 14 Jahren ruft der NABU inzwischen Anfang Mai zu Vogelzählaktionen auf. In diesem Jahr waren die Menschen bundesweit von Vater- bis Muttertag dazu aufgerufen, die Vögel im heimischen Garten zu zählen. Bis zum vergangenen Montag konnten die Teilnehmer die Ergebnisse melden. Während sich die Veranstalter über die rege Beteiligung freuen - 53.000 Vogelfreunde haben sich zurückgemeldet - finden sie die Ergebnisse besorgniserregend. Denn unter den Top 15 der Gartenvögel weisen sieben Arten so geringe Zahlen auf wie noch nie.

90 Prozent der deutschen Gewässer sind durch Schadstoffe belastet

Laut Umweltverband BUND sind mehr als 90 Prozent der deutschen Gewässer durch Schadstoffe und weitere Faktoren belastet. Vor allem Dünger und Pestizide stören die Umweltschützer. Die meisten Flüsse und Seen in Deutschland sind nach Einschätzung von Umweltschützern in einem schlechten Zustand. Insgesamt seien neun von zehn Gewässern durch Schadstoffe und Baumaßnahmen belastet, heißt es in einem Bericht vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND).

Viele märkische Wiesenvögel vom Aussterben bedroht

Die Naturwacht Brandenburg warnt vor einem Schwund bei den heimischen Vögeln. Dieser Rückgang erfasst nach Recherchen der Initiative immer mehr Arten. Die so genannten "Ranger" der Naturwacht, 92 derzeit, sind im ganzen Land an Flüssen und Seen sowie in Wäldern unterwegs. Dort bauen sie unter anderem Nisthilfen, messen Wasserpegel, errichten Fledermausquartiere oder pflegen Streuobstwiesen.

Das Aussterben der Großtrappen ist nur noch eine Frage der Zeit

Als 1996 ganze 57 Großtrappen (Otis tarda) in Deutschland gezählt wurden, schien das endgültige Aussterben der charismatischen Vogelart nur noch eine Frage weniger Monate zu sein. Dabei waren gerade mal 60 Jahre vergangen, als alleine in der Mark Brandenburg noch 3.400 Großtrappen gezählt wurden. Was war geschehen? Und was musste geschehen, dass der Exodus für Deutschland doch noch verhindert werden konnte?

Pestizide bedrohen Frosch, Unke und Molch

Nicht nur der Autoverkehr und viel befahrene Straßen quer durch die Landschaft, sondern auch Pestizide gefährden zunehmend Frösche, Kröten, Unken und Molche. "Große Rückgänge selbst bei einstigen Allerweltsarten wie dem Grasfrosch sind ein überdeutliches Alarmzeichen", sagte der Vorsitzende des Bundes Naturschutz in Bayern (BN), Hubert Weiger, am Mittwoch in Scheyern im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm.

Viele bayerische Flüsse und Bäche bedroht

Nur rund 15 Prozent der Flüsse und Bäche in Bayern sind in einem guten bis sehr guten ökologischen Zustand. Das bedeutet: Hier gedeihen Wasserpflanzen, Fische, aber auch Insektenlarven. 85 Prozent dagegen bekommen die Bewertung: mäßig, unbefriedigend bis schlecht. Die Einteilung in die unterschiedlichen Kategorien gilt EU-weit. Die Zahlen aus Bayern entstammen der Broschüre "Gewässer in Bayern" aus dem Jahr 2017, auf sie hat sich auf BR-Nachfrage heute das Bayerische Landesamt für Umwelt berufen.